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KOOP

»Sons Of Koop«

[Superstudio / Logic / VÖ: 10.06.2003 ]

Text: Autor unbekannt

\"Sons Of Koop\" ist getragen und auf sehr angenehme Art eingängig. Landschaften und Traumbilder aus Synthi-Flächen. Breakbeats tollen hier wie kleine Kinder über Wiesen; aber nur im Hintergrund des Bildes. Vorne steht eine Sängerin, die Cecilia Stalin heißt oder K. K? Einfach K. Ein Mann namens Niklas Uhrberg sitzt neben der Sängerin und spielt Oboe.
Die Platte strahlt etliche solcher Bilder ab, um sie irgendwo hinterm Ohr im Gehirn zu projezieren.
Zum Beispiel: eine elektronische Fahrradfahrt, Anspannung/Entspannung und tiefes Durchatmen mit Bjarne Riis. Oder das Stück \"Abolute Space\". Wir schweben im All oder vielleicht auch wie die Kölner von KARMA unter Wasser, das fühlt sich gut an.

Nur schade, daß die anderen nicht näher kommen wollen. \"Niemals werde ich näher kommen\", flüstert K, auf Englisch, versteht sich. Und so langsam glaube ich, daß sie ein virtuelles Geschöpf ist, eine von KOOP erfundene Frauenstimme, ihr \"Sohn\" sozusagen.
Das bezauberndste Bild ist jedoch dieses. Nach Jahren des Clubbings ziehen sich Magnus Zingmark und Oscar Simonsson auf eine schwedische Insel zurück, die einsam und klein ist. Schnee fällt. In einem Ferienhäuschen ist das Studio eingerichtet, die Tür steht offen. Die Lautsprecher beschallen eine Winterlandschaft, in der zwei junge Männer zu abstrakter elektronischer Musik tanzen. Dieses Bild ist wirklich passiert. Auf diese Weise ist \"Sons Of Koop\" nämlich entstanden.
\"Sons Of Koop\" ist die Pop-poetischste Elektromusik, die ich kenne.



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