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ZITA SWOON

»Sunrise«

[PIAS / RTD / VÖ: 01.09.1997 ]

Text: Autor unbekannt

\"Sunrise\" war der erste Film von Friedrich Wilhelm Murnau in den Vereinigten Staaten. Nach zahlreichen Werken in Deutschland, die berühmtesten sind wohl \"Nosferatu\" (1922) und \"Faust\" (1926), ließ er sich nach Hollywood engagieren und stellte dort 1927 \"Sunrise\" fertig. Das Szenario ist recht typisch: ein glückliches Ehepaar auf dem Lande, die personifizierte Sünde in Form einer Städterin droht, diese heile Welt ins Wanken zu bringen, zum Schluß wird alles wieder gut, das Böse hat ein weiteres Mal den Kampf verloren. Wer jemals solche Filme in irgendeinem Kommunalen Kino sehen durfte, weiß ihren Charme, den sie aus heutiger Sicht ausstrahlen, zu schätzen.

Ähnliches müssen sich die belgischen Filmfreaks Kloek und De Clerq gedacht haben, als sie Stef Carmil Carlens und seine Band MOONDOG JR. baten, einen Soundtrack für diesen Film einzuspielen.
Die Erfahrung lehrt's, man erwartet an dieser Stelle nun, dem zivilisationstechnischen Gehör-Update sei Dank, die übliche Pop-, Rock- oder HipHop-Untermalung; unterstützt von den beiden dEUS-Members Klaas Janszoons und Piet Jorens, ist unter dem Projektnamen ZITA SWOON jedoch eine 24-teilige Filmmusik entstanden, die es wert ist, in einem ehrwürdigen Kino live zum Film aufgeführt zu werden. Die Namensgebung orientiert sich simpel an den Filmszenen, die Instrumentierung wirkt trotz des Einsatzes diverser \"neumodischer\" Klangerzeuger supertraditionell. Einzig die hin und wieder kreischenden E-Gitarren, 1927 undenkbar, zeugen vom Nachkriegseinspieldatum. Film sehen und Musik erleben.



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