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ALI HASSAN KUBAN

»Nubian Magie«

[Blue Flame / BMG Ariola]

Text: Autor unbekannt

Vorweg: der die gesamte CD verfolgende, fast immer ähnliche, stampfende Discorhythmus trübt die grundsätzlich interessante Aufnahme. Für den Tanzbarkeitsfaktor wäre ein wenig mehr Abwechslung schön fein. Ägypten ist trotz der westlich orientierten politischen Gegenwart ein Land voller traditioneller Kultur. Islamische Fundamentalisten ägyptischer Herkunft setzten dafür in der jüngeren Vergangenheit tödliche Zeichen. ALI HASSAN KUBAN demonstriert im 67. Lebensjahr (s)eine äußerst jung gebliebene Orientmusik. Den Zwiespalt zwischen nubischer Tradition und moderner Popmusik überbrückt er (Ausnahme: siehe oben) durch den Gebrauch einheimischer Instrumente und der gesungenen Beschreibung der \"nubian roots\".

Wie sehr andererseits die westliche Definition von Pop seine Musik unterwanderte, beweisen die Remixe des Songs \"Maria-Maria\" durch das italienische DJ-Team KWANZAA POSSE. Ebenso deutlich wird diese Wechselbeziehung in den Funk- und Jazzanteilen, besonders hervorgehoben in \"Mabrouk Wo Arisna\", einem Hochzeitslied in der Kenuz-Sprache, das die Fröhlichkeit und deren Stellenwert in der nubischen Gemeinschaft belegt. Obwohl die Stücke extrem dancefloorartig arrangiert wurden, ist der Kern, die Heimat der Songs immer noch zu hören.



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aus Intro #47 (September 1997)
 
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