BEWERTEN
 

GOUGH

»Hosianna Mindfuck«

[Rawk / RTD / VÖ: 03.03.1997 ]

Text: Autor unbekannt

Das, was mittlerweile gern unter Alternative Music einschubladiert wird, scheint mir auch die Sache von GOUGH zu sein. Allerdings glaube ich eher weniger, daß sie mit ihrer letztlich doch sehr in schemenhaften Mustern hängenbleibenden Laut- und Leisemixtur den Stein der Weisen finden werden. Erstens ist das alles schon mal dagewesen, und zweitens, was wichtiger ist, einfach besser. Doch das gravierendste Problem scheint mir das der Sprachschöpfung zu sein, denn GOUGH parodieren nicht in ihrer Muttersprache (kommen wohl aus Saarbrücken, bin mir da aber nicht so sicher), und deshalb fühle ich mich oft an alte Tage mit Nachwuchskonzerten im Jugendhaus erinnert: es wird ganz viel pain gefeelt, lies getellt, nicht gewußt, was on geht (what it is), und dann kommt auch noch einer of these days, und am Ende ist no way out, und man fühlt sich ganz sick, weil die andern people so gemein sind.

Und trotzdem schütteln die Chicks in der ersten Reihe das, was nach der Show dem schnuppen Sänger gehört, und kaufen die CD, die am Eingang feilgeboten wird, obwohl's eh jeder schon mindestens fünfmal gehört hat (\"He ihr, kommt doch alle mal zehn Schritte nach vorne ...\"). Nichts für ungut, aber das ist noch nichts.



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