BEWERTEN
 

ARKARNA

»Fresh Meat«

[WEA / NTT / VÖ: 18.08.1997 ]

Text: Autor unbekannt

Junge, Junge, jetzt geht's aber richtig zur Sache mit dem Einreißen der Grenzen zwischen Rock und Techno: Die drei jungen Männer von ARKARNA jedenfalls haben ihre Vergangenheit im Einflußbereich von Musikfeldern wie LEFTFIELD und PRESSURE DROP einerseits und Johnny Depps \"Viper Room\", Sessions mit KEANU REEVES und Touren mit TOM JONES andererseits verbracht. Als Folge dieses Spagats sind die Genres \"Computer\" und \"Gitarre\" auf ihrem Debüt-Album mit dem blöden Titel \"Fresh Meat\" nicht mehr getrennt als solche erkennbar. Das mag man mögen oder nicht - hier jedoch geht die TB303-Linie übergangslos in ein grungerockiges Gitarrensolo über, es gibt \"Oozing Oh Oh\"-Backgroundchöre, schrapelnde Riffs, waschechte Hooklines, und der Gesang ist massiv von klebrigem amerikanischen College-Rock infiziert.

ARKARNA wüßten die Kräfte eines \"gut programmierten Beat\" zu schätzen, verrät das Bandinfo, und das klingt so ähnlich wie \"stehen auf ordentliche, handgespielte Gitarrenriffs\" - was denn das Info prompt so ähnlich auch noch kundtut. Als Abschluß des Albums gibt's dann noch einen richtigen Techno-Stomper mit dem tollen Titel \"R U Ready\", und das war's dann. Alles in allem recht saft- und kraftlos, weder Fisch noch Fleisch - kann man denn solch gnadenloses Genre-Hopping nicht verbieten? Für die bislang eherne, bodenständige Rock-Fraktion allerdings die zarteste Versuchung, seit es Computer-generierte Beats gibt.



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