BEWERTEN
 

ARMAND VAN HELDEN

»Sample Slayer«

[Motor]

Text: Autor unbekannt

Sieh an, ARMAND VAN HELDEN als B-Boy: kaum zu glauben, daß das hier der \"Strictly Rhythm\"-Typ ist, der erst kürzlich diesen Hit-trächtigen TORI AMOS-Abgeh-Remix vorlegte, und davor den Tanzboden-Feger \"The Funk Phenomena\" und noch davor den Alarm-House-Track \"The Witch Doctor\". Hier jedenfalls ist nix mit House, statt dessen übt sich ARMAND - mit dessen wunderschönem Namen höchstens LAURENT GARNIER und YVES DERUYTER mithalten können - ganz bodenständig im Pflegen seiner HipHop-Wurzeln. \"HipHop rules the world in the Hot 97\", brüllt das Album gleich zu Beginn, und danach folgen entsprechende Samples zuhauf: etwa von KRS-ONE, von Old-Skool-Bells und von Turntable-Backspins.

Es gibt \"Throw your hands in the air ...\"-Chöre, Buddah Monk- und CYPRESS HILL-Flavour sowie Props von FUNKMASTER FLEX. Das alles verquirlt ARMAND zu einem ganz ordentlichen HipHop-Album mit monoton pumpenden Tanzboden-Tracks, und weil der gute Mann eben nicht rappen kann, läßt er's einfach bleiben, und die Stücke stapfen instrumental daher. Einziger Ausreißer, sowohl in stil- als auch in qualitäts-technischer Hinsicht, ist der lauwarme \"Funk Phenomena\"-Aufguß \"Ultra Funkira\". Fast die gleiche B-Line, fast die gleichen Effekte, fast der gleiche Rhythmus im Chor: ist das eine Verarschung? Ansonsten aber ein solides, wenn auch nicht sonderlich aufregendes Stück HipHop-Kultur. Vielleicht sollte der Mann doch dem House treu bleiben?



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aus Intro #47 (September 1997)
 
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