SCALA
»Slide EP«
Text: Autor unbekannt
Die Einordnung in eine Kategorie macht natürlich wenig bis gar keinen Sinn, wenn man von der Edit-Version ausgeht. Das Titelstück erinnert auf Anhieb an BLONDIE (nach dem \"Heart Of Glass\"-Cover auf \"Beauty Nowhere\" nicht mehr ganz so verwunderlich), vor allem aber an CURVE: Das Gerüst bildet ein Loop aus leicht verwässerten Sub-Bässen für den unglaublich coolen Gesang von Sarah Peacock (vergeßt Debbie!), gesetzt in das sphärische Moment. Der fast überzeichnet anmutende digitale Charakter, straight strukturiert und überflüssige Sperenzchen entbehrend, könnte daher wahlweise auch als \"Disco\" oder \"Pop\" durchgehen.
Im Gegensatz zu \"Beauty Nowhere\" setzen Seymour, Fletcher & Peacock auf \"Slide\" bemerkenswerterweise da an, wo vor drei Jahren \"Quique\" einen Wendepunkt im Schaffen von SEEFEEL markierte.
\"Slide\" verbindet Tanzbarkeit, die Konkretheit des Grooves mit der abstrahierenden Wirkung der einfach gestrickten Melodieführung und funktioniert daher als Tanzflächenfüller vermutlich ebenso wie als Soundtrack auf der Autobahn. Sehr schön auch noch der Remix von BRUCE GILBERT, bei dem vor allem letzteres Element zusätzlich verwischt und ausgelotet wird.
Als besonders innovativ ist das nicht unbedingt zu bezeichnen, aber es funktioniert, und das für meinen Geschmack besser, weil zwingender, als es eben bei CURVE jemals der Fall war. Wer nun noch nicht ganz sicher ist, kann \"Slide\" ja erst mal anchecken, auf \"INTROducing Vol. 8\" nämlich. Ach ja, das Album: weiter angekündigt, diesmal für Herbst.
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