BEWERTEN
 

EARLE BROWN

»Twenty-Five Pages«

[Schott / Wergo / VÖ: 02.08.2007 ]

Text: Autor unbekannt

Wohl das akademischste Projekt, das je in diese Rubrik Einzug gehalten hat, ist die Komposition auf 25 Seiten des amerikanischen Pioniers indeterminierter Musik, EARLE BROWN, aus dem Jahre 1953. In fünf Versionen von Steffen Schleiermacher realisiert, hören wir das Stück in verschiedenen Besetzungen gespielt. Aus den Vorgaben folgend, daß \"25 Pages\" von einem bis zu 25 Pianisten gespielt werden kann, gleichzeitig das Lesen der Blätter auf den Kopf gestellt erfolgen darf, die Länge eines gespielten Blattes zwischen 20 Sekunden und einer Minute betragen soll, stellte Schleiermacher eine Version für 25 Klaviere, eine für Solo-Piano, eine für zwei, eine für vier und schließlich für 12 Pianos zusammen.

Die Seitenverteilung erfolgte nach einem zufällig erstellten Schlüssel, die Länge der jeweiligen Stücke ergab sich aus der jeweiligen Anzahl der Mitwirkenden. Die Zufälligkeit in der Vorbereitungsphase wich in der Realisierung der Genauigkeit der Ausführung und macht diese Einspielung der \"25 Pages\" zu einem studierwürdigen Werk, zumal jede erneute Aufführung des Stückes einen gänzlich anderen Verlauf nimmt, da BROWN in diese Komposition den Hintergrund jedes ausführenden Interpreten einbezieht und ihn auf die Form des Stückes Einfluß nehmen läßt.



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