BEWERTEN
 

MAN OF THE LAST 3RD

»Evosonic«

[POF]

Text: Autor unbekannt

\"Evosonic\" ist gleich zweierlei. Zum einen natürlich das erste Album des Kölner Ingo Schnorrenberg, zumindest unter diesem Synonym, zum anderen dürfte inzwischen ja jedem Interessierten zu Ohren gekommen sein, daß \"Evosonic\" auch der Name von Deutschlands erstem 24h-Techno-Radio ist, welches, und wer hat es geraten, auch ein Projekt von Ingo Schnorrenberg ist. Zwei Fliegen mit einer Klappe für Besitzer eines Kabelanschlußes. Geprägt durch ein sehr umtriebiges Agieren im technoiden Bereich, ist MAN OF THE LAST 3RD ein ziemlich progressives Psy-Trance-Projekt. Gemessen an zahlreichen anderen Acts, hat Ingo Schnorrenberg ein sehr rundes Album abgeliefert und sich gar nicht erst bemüht, alle erdenklichen Entartungen dieser Musik mitzuverarbeiten.

Allzuoft haben bisher zugepfropfte Werke genervt, die zugleich schnell, langsam, schräg, harmonisch und am liebsten noch individuell sein wollten. Die sieben Tracks halten durchgehend den Anfangslevel, tendieren alle zum sanften Umgang mit der Droge Musik und provozieren dadurch keinen Geräuschüberdruß. Wenn Goa-Oldschool teilweise mit einem mental auf Dauer nicht zu verarbeitenden Overkill gleichzusetzen ist, bietet \"Evosonic\" als New School eine Variante für den Dauerkick an, eine, die hart an die Grenze geht, aber halt nicht vorzeitig zu ausgemergelten Gesichtern führt. Der Flow ist das Stichwort. Hoffentlich auch als Vinyl erhältlich.



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