BEWERTEN
 

HARMFUL

»Apoplexy.136«

[BluNoise / EFA / VÖ: 22.08.1997 ]

Text: Autor unbekannt

Die zweite Scheibe der Frankfurter belegt es endgültig: diese Band hat Konzept. Da bleibt nichts dem Zufall überlassen, nichts undurchdacht. Perfektion als höchstes Gut. Ja gut, warum nicht? Die neue HARMFUL ist die alte in Grün. Jedenfalls fast. Natürlich klingt alles noch ein bißchen fetter, die Bassdrum hat jetzt den richtigen Wumms, und Aren singt manchmal. Jedenfalls fast. Immer noch geht es nur um ein Ziel: man will anstrengen. Hörgewohnheiten überfordern, nerven. Noch ein Déjà-vu: \"Apoplexy.136\" am Stück durchzuhören ist fast unmöglich. Das war bei HARMFUL immer so und ist auch sehr genehm. Daß wir uns nicht falsch verstehen.

Auch PRONG scheinen in Arens Universum immer noch den Platz einzunehmen, den sie hatten. Business as usual. Und da liegt auch ein kleines Problem: Von wirklicher Weiterentwicklung zu sprechen wäre hier nicht angebracht. Wo die Labelmates ULME mit der zweiten Platte in quasi allen Punkten noch mal eine Schippe draufgelegt haben, bleiben HARMFUL stehen. Wie gesagt, auch das paßt ins Konzept. Man ist klinisch, kalt, tot, aber eingefroren. Manchmal wäre etwas Verwesungsgestank nicht schlecht gewesen, es gibt eben eine verschiedene Wertigkeit von Sauberkeit. Macht mich nicht mehr so an wie die erste. Schade.



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