BEWERTEN
 

BEANFIELD

»Beanfield«

[Compost / P.P. / VÖ: 22.03.2004 ]

Text: Autor unbekannt

Mmmmh, geschmackvoll!! Das Münchner \"Compost\"-Label mit Chef Michael \"WOM Journal\" Reinboth an der Spitze zeichnete sich bislang durchweg durch stilsicher ausgesuchte Veröffentlichungen aus; und wenn denn der Boss selbst in die Tasten und zur Maus greift, dann kann erst recht nichts Schlechtes dabei rauskommen. Zusammen mit seinen Kumpanen Jan Krause und Tobias Meggle, von denen ersterer lustigerweise beim Produzenten von DONNA SUMMER sein Handwerk gelernt hat und zweiterer das Solo-Album von TINA TURNERs Keyboarder produzierte, verquirlt er hier das konzentrierte Substrat von Rare Groove und Latin Jazz mit modernen TripHop-Beats und einem leckeren kleinen Spritzer Old-Skool-Electro zu einem äußerst schön zu hörenden Cocktail moderner Freestyle-Groove-Elektronica.

Großer Gewinner ist gleich Track # 1 (\"Planetary Deadlock\") mit kitschig-eskapistischen Vocoder-Einsätzen, bei \"Elektro-Kraut\" sampeln die drei von der Funk-Stelle ein paar Töne von SKUNK ANANSIEs \"Hedonism\", und die sowohl auf 33 als auch auf 45 Rpm abspielbare Hit-Single \"Charles\" ist auch noch mit drauf. BEANFIELDs sind übrigens zum Kauf anstehende, zehn Quadratmeter große Grundstückchen auf der Mond-Oberfläche. Passend dazu kommt das Werk verpackt in eines dieser tollen, neuen Interferenz-Wackel-Cover mit smartem Schwarzweiß-Design. Sowohl vom Inneren als auch vom Äußeren eine der schönsten Platten der letzten Zeit.



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