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Mandra Gora Lightshow Society

»The Mindexpanding Triprock Compilation«

[Patina / Hidden Rec.]

Text: Autor unbekannt

Die MANDRA GORA LIGHTSHOW SOCIETY nimmt uns mit auf einen Trip, eine Zeitreise, die in den späten Sechzigern/frühen Siebzigern endet. In jener Zeit der Blumenkinder in Schlaghosen, Rüschenhemden und Sandalen mit ihren personifizierten Antithesen, gleichzeitig auch der Zeit der psyched-out Beatnicks, ganz in Schwarz gekleidet, versteht sich. Diese überlieferten Klischees begegnen uns hier leibhaftig: z. B. in Gestalt des hippiesken Anders Beckers, der über ein umfassendes Angebot verschiedensten Alt-Orgelequipments verfügt, welches den MGLS-Sound vollends in den Orbit trägt. Wenn er singt, flötet er engelsgleich, virtuell Blumen verstreuend. 'Psychotic guitarist' Willem Kucharzik, der weniger singt als beschwörend spricht, legt schwebend leicht ein Gitarrengebilde aus verzerrten Noiseattacken darunter.

Ein zeitgemäßes Equipment aus Vox-Amp., Wurlitzer, quäkender Honer, Baujahr ‘62, und diversen Uralt-Stöpsel-PINK FLOYD-Synthesizern tut sein übriges. Zugunsten der klassischen DOORS-Besetzung aus Schlagzeug, Gitarre und Orgel wird auf einen Bass völlig verzichtet. Die Stücke, stilecht 'Psychedelic Shiva - A Tribute To Mystic Tide' oder 'Ich Traf Eine Alraunemännlein Auf Dem Mushroom Festival' genannt, sind denn auch scheinbar grenzenlose Soundreisen in die Randbereiche der Wahrnehmung. Spaced Out - oder auch 'Triprock', wie der CD-Titel den Kategorisierungswahn sanft karikierend einschmeicheln möchte. Nach zwei famosen Schallplatten ist 'The Mindexpanding Triprock Compilation' nun das digitale Coming-out der Band. Mal abgesehen von ausgewähltem Material der beiden LPs, enthält die CD zusätzlich diverse Compilation-Beiträge und auch die erste, nie richtig erschienene Single. Doch das ist noch längst nicht alles: diese CD kommt nämlich als doppelte daher, und ihre zweite Hälfte bestreitet ein Konzertmitschnitt. Aufgeführt zusammen mit dem leider zu Unrecht verkannten Singer & Songwriter Joe Bloeck sowie dem diplomierten Dadaisten Gerd Schmidt Van Hofe und seinem 'Federphon', einem 'tönenden und klingenden Kunstwerk, welches aus einer Vielzahl von Spiralen, Blechen, Glöckchen und klangerzeugenden Metallgegenständen besteht.'



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