BEWERTEN
 

Smoke City

»Flying Away«

[Jive / VÖ: 11.02.2005 ]

Text: Autor unbekannt

Es gibt ja diese Platten, die erwischen einen irgendwie. Schon beim ersten Hören macht’s 'Klick', und bevor man noch genau weiß, warum, hat man sich schon verliebt. SMOKE CITYs Debüt-Album ist so ein Fall. Ja, ganz richtig, das sind die mit 'Underwater Love' aus der Levi’s-Werbung - aber das hier ist mehr als nur ein One-Hit-Wonder. Nina, Marc und Chris haben alle drei irgendwie mit Brasilien zu tun. Sie waren öfters mal da oder sind dort gar aufgewachsen, und das schlägt sich in ihrer Musik nieder: Sie hat Samba-Glocken, sie hat tolle Breakbeats, sie hat Akustik-Klampfen, sie hat Jazz, sie hat die 15köpfige brasilianische Trommlergruppe OLODUM, und vor allem hat sie Ninas umwerfend zerbrechliche Stimme.

Die tanzt mal in englisch, mal auf portugiesisch oder französisch über die spröden, federnden Sample-Tracks, die ihre beiden Kumpels zusammenbasteln. Dabei kommt klasse Cocktail- oder Swimmingpool-Musik raus, die immer haarscharf am Schlund des schöngeistigen Wohlklangs entlangbalanciert. Daß sie aber nicht abstürzt, macht ihren niedlichen, koketten Liebe-auf-den-ersten-Klang-Reiz aus. Zumal den Hörer immer mal wieder ordentlich wummernde Drum’n’Bass-Anklänge und süße, kleine, hektische Dissonanzen vor dem Einschlafen am Cocktail-Strohhalm bewahren. Musik wie eine große Liebe aus heiterem Himmel, mit Herzklopfen, Rotwerden, verlegen Rumstottern - wunderschön und groß, ganz groß.



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