BEWERTEN
 

Luna

»Pup Tent«

[Beggars Banquet / RTD / VÖ: 18.01.2007 ]

Text: Autor unbekannt

Ob sich Dean Wareham mit dieser Platte einen Gefallen getan hat, bleibt abzuwarten. Zunächst mal ist sie - wie alle anderen LUNA-Veröffentlichungen auch - keinesfalls schlecht, aber ... Aber Dean wurde leider - genau wie weiland NEIL YOUNG bei „Trans' - vom Teufel geritten, bei einigen Tracks seine Stimme zu verzerren. Das klingt dann wie durchs Telefon gesungen und macht überhaupt keinen Spaß. Warum um Gottes Willen tut Teufel so was? Auch wenn Dean irgendwann mal erklärte, er müsse sich beim Texten immer so fürchterlich quälen, das kann’s nicht sein: die hier vorliegenden sind wesentlich stringenter und schlüssiger als jemals zuvor. Und auch musikalisch geht’s spaciger zu Sache als noch auf „Penthouse', und auch weniger soft.

Eine reine Rockscheibe wurde es natürlich trotzdem nicht, dafür entdeckte Wareham aber den Blues. Das grenzt manchmal fast schon an MARK KNOPFLER in einer richtigen Band. Ansonsten darf man sich wieder an viel liebevoller, ausgeklügelter und origineller Gitarrenarbeit erfreuen - natürlich mit den obligatorischen, ehrfürchtigen Verneigungen in Richtung VELVET UNDERGROUND, deretwegen wir LUNA ja alle so mögen. Besonders angenehm fällt diesmal die exakt richtige Song-Länge ins Ohr - ausufernde Orgien bleiben aus. Also, ohne diese Sache mit den Telefonstimmen ein durchaus gelungenes Werk. Da kann man nur hoffen, daß auf der Tour das Telefon zu Hause bleibt.



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