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Nomeansno

»In The Fishtank 1«

[Konkurrent / EFA]

Text: Autor unbekannt

Das niederländische Label (auch Vertrieb) 'Konkurrent' startet eine Reihe von EPs, aufgenommen von 'nahestehenden' Bands während deren Touraufenthalten in Holland. Den Anfang macht die beste Punkrock-Band der Welt, ein bescheuerteres Etikett fällt mir gerade nicht ein. NOMEANSNO rocken in der Live-Besetzung (Trio plus Bonusschlagzeug und singender Roadie) fünf Auszüge ihres Schaffens durch die Räumlichkeiten des 'Koeienverhuur Studio'. Schönste Variationen dabei das lediglich von Schlagzeugen gespielte 'Big Dick', der Ska-Touch in 'Joy' und der ungemein aufpolierte Groove in 'You're Not One'. Das bisher lediglich auf 'Live & Cudly' gehörte Live-Brett von NOMEANSNO ist die Anschaffung auf jeden Fall wert. Der krasse Gegensatz kommt mit der zweiten 'In The Fishtank'-Folge in Form von GUV'NER, einem Trio mit LoFi-Vergangenheit, das diesen Zeiten nachtrauert, sperrige kleine Popsongs ertönen läßt und mit dem Format der Spontan-EP ein bißchen unsauberer, dafür aber spannender als die lauten Opas umgeht.

Neben Outtakes ihres Programms experimentieren die drei in 'Now Is Not The Time To Love Me' und 'Jungle Bells' mit Percussion, Soundunfällen und Geräuschcollagen und werden somit der Idee der Reihe, den Bands Raum für Experimente am Rande zu bieten, fantastisch gerecht. Die melancholischen Liedchen, die nicht mehr als das sein wollen, treten dabei fast in den Hintergrund, obwohl 'Whose Eyes?' ein sehr schönes ist. Ach ja, Folk-Pop mögen sie auch, belegt mit JONI MITCHELs 'Help Me' und der plätschernden Schmonzette 'You Lie'.



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