Helmet, Pothead
»When I woke up this morning ...«
Text: Autor unbekannt
Es ist schon ein Kreuz. Höchstens 400 Gäste waren ins „Modernes“ in Bremen gekommen, 400 zumeist Ältere, die nach zwei Jahren Liveabstinenz von deutschen Bühnen, Gitarristenwechsel und neuer Scheibe noch Interesse an HELMET hatten. Wahrscheinlich reicht der short attention span der jüngeren Generation nur noch für MILLENCOLIN-Stücke. Macht nichts, HELMET waren guter Dinge und starteten ein energisches Konzert mit dem programmatischen „It’s Easy To Get Bored“. Um die Leute in Schwung zu kriegen, verzichtete man für die ersten vier, fünf Stücke nicht nur auf Ansagen, sondern auch auf jegliche Pausen. Spätestens bei „Wilma’s Rainbow“, dem „Betty“-Hit, gab es dann auch schon kein Halten mehr, Page war irre laut, zersang gleich zu Beginn zwei Mikrophone und musterte zuweilen zufrieden den neuen (Ex-ORANGE 9MM-) Gitarristen Chris Traynor, der zwar optisch manchmal etwas verwirrte, seine Parts aber mit beeindruckender Lockerheit vom Stapel ließ und dafür das eine oder andere Lächeln von ganz rechts erhaschte.
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