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Stumpwhoopt

»Stumpwhoopt«

[Strange Ways / Indigo / VÖ: 19.05.1997 ]

Text: Autor unbekannt

Denen ist alles egal. Gut so. Slacker-Country wohnt woanders, Nashville ist Lichtjahre entfernt - und um die Krone, respektive Thronfolge, des Reiches Americana kämpfen andere, höher dotierte. Das knarzt eher so lazy und super-slo-mo in Jimmie Dale Gilmores Wohnküche 'rum, daß auch Will Oldham dazu die Shotglasses auf der Tischplatte zerdeppern könnte. Oder manchmal sogar JOHN LEE HOOKER, eigenartigerweise. STUMPWHOOPT dengeln in der Regel selbstvergessen und völlig unathletisch Zeitlupenländler flach, shuffeln aber sporadisch angenehm untogether los. Altmodisch, aber nun wirklich nie um Authentizität bemüht - viel zu unmißverständlich lassen die fünf Chicagoer alle steinalten Musiken ihres Kontinents miteinander kopulieren, als daß man ihnen z.

B. die Vielzahl an Coverversionen zum Vorwurf machen könnte. Oh ja, hier werden strukturelle und instrumentelle Unterschiede aufs Feinste miteinander verbändelt. Jazz und Blues und Gospel und Bluegrass und Quetschkommode und Bläser und singende Säge und Lap-Steel und Harmonika und all das. Aber im Kern immer noch hick-town Country, keine Frage. Entsprechend ihrem sonstigen Dunstkreis (waren bei SOULED AMERICAN, aber auch bei Tiny Tim zugange) immer ein klein wenig neben der Spur, ein bißchen angeschrägt und schwer ruhend in der Gewißheit, nie im Radio gespielt werden zu wollen. So was wie GRANFALLOON BUS in älter. Die Negation des rechten Winkels ist eine Bierlache. Oder so.



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