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Salaryman

»Salaryman«

[City Slang / EFA / VÖ: 04.07.1997 ]

Text: Autor unbekannt

Das sind also die neuen Grubenarbeiter auf der postrockenden Baustelle, auf der immer noch an allen Ecken und Enden hektische Aktivität herrscht. Kaum einer mehr reißt was ein, dafür baut jeder seine eigene Nische hübsch aus und bekleistert sie mit polyrhythmischen Tapeten. Schöner hören, der Ausweg aus der Rockmusik, aber warum eigentlich? SALARYMAN schachten das Fundament aus, sie sind die Galeerensklaven, die zu teutonischen Paukenschlägen im Akkord die Töne drechseln und dabei vor allem schweres Gerät auffahren. Namen können sich die vier Musikarbeiter dabei nicht leisten. Statt dessen verstecken sie sich hinter Kürzeln wie hdk, rgm, jev und rnv. Das Intrumentarium - diverse analoge und digitale Klangerzeuger, Gitarren, echte und programmierte Beats - sollte eigentlich niemanden mehr irritieren.

Aber während andere lieber filigrane Kleinarbeit leisten, sind SALARYMAN auf ihrem Debüt für die allgemeine Statik zuständig. Den Bodensatz bildet der Bass, darüber wird ein eher geradliniges Rhythmus- und Klanggebäude hochgezogen. Und nach dem Preßluftgehämmer am Anfang von „New Centurion' und „Burning At The Stakes' klingt es kaum noch komisch, daß die Amis ihrer Musik ironischerweise den Titel „Basement' verliehen haben. Insgesamt kommt das Ganze - trotz einiger orientalisch inspirierter Variationen - der Schweinerockigkeit von TRANS AM ziemlich nah. Ist also eher schweißtreibend als verspielt-virtuos - und daher mal was anderes. SALARYMAN werden ihren Gehaltsscheck bald auch live einlösen kommen, bis dahin wird kräftig weitergebuddelt.



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