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Def FX

»Majick«

[MCA]

Text: Autor unbekannt

Die inzwischen abgekürzten DEFINITION FX um Sean Lowry scheinen eine Art VOODOO CLUB-Modell für Australien darzustellen, wohlwollend betrachtet, was den Stil der Studioarbeit und der Regieführung sowie die galoppierenden Gitarrenriffs betrifft. Ihr stampfiger Uptempo-Dancepop wird präsentiert von Texterin Fiona Horn, deren Gesang alleine für die melodiösen Elemente der Band punktebringend sorgt. Der Rest ringt angestrengt nach einem zweifelhaften Progressive Pop-Status der Marke „echte Rockfreunde machen den besseren Pop': mächtig zwitschern und zirpen die Analogsynthies, werden nationale Ethnoelemente keck angedockt und schmieren Heavyriffs drüber.

Derartig hochgezogene Nonchalance um jeden Preis mag auch ihren Platz in einer andersartigen Pop-Fauna erringen dürfen. Nach drei Tracks noch durchaus sympathisch und heiter, gleitet „Majick' jedoch zunehmend in großspurige, selbstvermessene Attitüden ab, und das Glasauge des Covers zwinkert einem nicht mehr zu. Auf dem finalen Track „Revolution No. 9' meint man gar, der Trendunlust als Programm mit koketten „Drum’n’Bass'- und „TripHop'-Anleihen eine besondere Vieldeutigkeit aufsetzen zu müssen, deren naive Ambivalenz noch zu den bemerkenswerteren „majick moments' gehört, bevor man endgültig in kosmischen Nebelschwaden entschwindet.



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aus Intro #46 (Juli / August 1997)

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