BEWERTEN
 

Uncle Meat

»Underneath«

[Concrete / edel]

Text: Autor unbekannt

Das soll bestimmt wieder so eine Platte sein, die den Metal ins Jahr 2000 transportiert. Und wenn es tatsächlich so kommen sollte, wird mir jetzt schon schlecht. UNCLE MEAT machen nach eigenen Angaben „eine moderne Variante von Alternative Me[a]tal' und wurden von Colin Richardson (u. a. NAPALM DEATH, MACHINE HEAD) produziert, der angeblich von sich aus an die Band aus Belgien herangetreten sei. Glück gehabt, kann man da nur sagen. Denn bis auf den Sound finde ich wirklich alles an diesem Machwerk furchtbar. Eine Mischung aus alternativen Klängen mit Metalversatzstücken und sogenannten Keyboardteppichen, was man heutzutage, glaube ich, Gothic Metal nennt.

Viele Musikfans lassen sich gerne davon hinwegtragen und nehmen jeglichen Mangel an Spontaneität entweder nicht ernst oder erst gar nicht wahr, dann kann man sich beim Livekonzert wenigstens über den schlechten Sound aufregen. Der Gesang tut ein übriges. Man schwankt - oder heißt es „variiert' - zwischen cleanen, jedoch keineswegs aufdringlichen Vocals und etwas anderem, was ich gerne als Röhren bezeichnen würde, was aber wahrscheinlich die dunkle Seite, die jedem Menschen unterbewußt innewohnt, repräsentiert. Eben jene schlägt sich auch in den Songtiteln nieder, wie „Iceman', „Monsterman' und „Rape This' eindrucksvoll unter Beweis stellen. Hey Monsterman, rape this. Lustig ist, daß MTV UNCLE MEAT anscheinend als Trailer-Musik verwenden will. Da wundert mich nichts mehr, und ich befolge den Rat der ersten Single-Auskopplung für den deutschen Markt: Turn Away.



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