BEWERTEN
 

Sterling

»Monsterlingo«

[Mantra / RTD]

Text: Autor unbekannt

Nun wurde die Rockmusik ja gewissermaßen in England aus der Wiege gehoben. Also darf man auch nicht immer verächtlich die Nase rümpfen, wenn sich kontemporäre Bands wie REEF, BUSH oder PRIMAL SCREAM hin und wieder in diesen Gefilden versuchen. Sicher, das klingt meist nach Retro - dafür ist es aber kein Brit-Pop. Was nun schlimmer ist, mag jedem selbst überlassen bleiben. STERLING machen jedenfalls Rockmusik. Insofern auch gute, weil funktionierende und nicht an eindeutigen Vorbildern festzumachende. Ihr Sound ist vergleichsweise unsauber - was ja nicht schaden kann. Instrumentale Eskapaden - wie z. B. Wichser-Soli - gibt es nicht, wohl auch wegen mangelnder Virtuosität, die sich in diesem Falle also positiv auswirkt.

Die Stücke kommen kurz und knackig auf den Punkt, und die Texte sind richtig schön machomäßig unflätig. So richtig rotzen tut es dennoch nicht, was zum Teil an dem nölenden Organ des Sängers Roger liegt. Um es mal so auszudrücken: STERLING mit dem Sänger von REEF wäre die beste der beiden Welten gewesen. So bleibt eine unterhaltsame, geradlinige, groovende Angelegenheit, an der man viel Freude haben kann und die gespannt macht auf den Live-Act STERLING - der soll es in sich haben.



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