BEWERTEN
 

Mark Eitzel

»West«

[WEA / VÖ: 02.05.1997 ]

Text: Autor unbekannt

Als EITZELs AMERICAN MUSIC CLUB vor nicht allzu langer Zeit zerbrach, hatte sich dieser zwar - gerade unter den Journalisten - eine kleine, aber feine Fangemeinde erarbeitet, im weiten MTV-Land aber konnte mit dem wehleidigen Folk-Rock niemand etwas anfangen. Das könnte sich nun ändern. Zunächst einmal arbeitete EITZEL kräftig an der Kommerzialisierung seines Sounds, vor allem aber stand ihm diesmal bei allen Songs ein prominenter Kollege zur Seite: R.E.M.s Peter Buck. Da verwundert es nicht, daß 'West' über weite Strecken äußerst sympathisch nach der Band aus Athens/Georgia klingt, wenngleich EITZELs Stimme nicht ganz an die Einzigartigkeit eines Michael Stipe heranzureichen vermag.

In gerade mal drei Tagen wurden alle Stücke in San Francisco geschrieben, und gerade diese Spontaneität macht einen Großteil des Reizes aus. Auf jeden Fall ein tolles Album, mit viel Rickenbacker-Gitarre und Hammond-Orgel. Ganz so wie früher. Handgemacht.



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