BEWERTEN
 

Slick

»Electric Bäbyländ«

[Subway Rec. / Semaphore]

Text: Autor unbekannt

Eine jener Bands, die man als Rezensent am liebsten feinsäuberlich in kleine Stücke zerteilen würde, um die Einzelteile dann in verschiedenen Schubladen abzulegen. Ganz so einfach ist die Sache aber nicht, denn irgendwann gelangt man unweigerlich an den Punkt, wo die Schubladen, so winzig die einzelnen Stücke auch sein mögen, einfach viel zu klein sind für die Berliner: SLICK sind weder 'Alternative', noch sind sie 'Punk' - und ganz bestimmt kein 'Metal'. Hoch geht es her auf 'Electric Bäbyländ', dem meines Wissens zweiten Album des Trios. Es knistert, es poltert und rumpelt. Mal klingt es nach QUICKSAND, dann nach den MELVINS, WARRIOR SOUL lassen grüßen, während mir BULLET LAVOLTA oder die MOVING TARGETS durch den Kopf sausen.

Vor allem aber klingt es gut und rockt wie Sau. Elek(c)tri(c)siert werde ich besonders vom Opener 'Cutiepie', von 'Hey!' oder dem semibrachial-psychedelischen 'Hate'. Für das eklig zart-(bäby-)rosefarbene Coverartwork gibt es zwar leichte Punktabzüge, ansonsten aber kann man im Land der elektrischen Babies wohl kaum schief gewickelt sein. Hier ist alles in trockenen Tüchern. Tolle Platte!



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aus Intro #44 (Mai 1997)
 
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