Saidiwas
»All Punk Cons«
Text: Autor unbekannt
Ziemlich ungewöhnliche Schiene, die SAIDIWAS hier fahren. Ein Relikt aus alten HC-Zeiten sind die deutlich straight edge-angelegten Texte, ansonsten ist rein prügeltechnisch Schmalhans Küchenmeister angesagt. Vereinzelt eingestreute Noise-Wände wie am Ende des Openers „The Matter' dienen hier nur noch als augenzwinkernder Hinweis auf frühere Zeiten, vielmehr hat man sich dem Achtziger-Pop englischer und amerikanischer Prägung geöffnet und läßt höchstens Emo-Post-Core-Einschübe zu. Solange das Ergebnis dieser ungewöhnlichen Mixtur so kurzweilig wie hier bleibt, laß ich da gerne mit mir verhandeln. „Two Fronts' beispielsweise ist ein wunderschöner melancholischer Popsong und erinnert stark an die einen teiweise ähnlichen Weg gehenden KARATE, „As Long As There’s Gender' und „Traitor' führen in die SENSE FIELD-/BODYJAR-'Revelation'-Ecke, und das abschließende „The Promise' läßt starke-FUGAZI-Einflüsse erkennen, hat aber seltsame Bläser in sich, die wieder genau das schaffen, was die ganze Zeit über der Platte schwebt: ein großes Fragezeichen.
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