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Sadato

»ChaCha«

[POP BIZ / Indigo]

Text: Autor unbekannt

SADATO, der Mann, Kosmopolit mit den geographischen Eckdaten Schweiz, Iran, Deutschland, Japan, musikalisch enthemmt und frei von der Leber weg polyglott, der vor zwei Jahren mal eine (ungleich härtere) Platte mit dem Titel 'No More Reggae' veröffentlichte und seither und ebendrum meine Sympathien genießt, scheint mit 'ChaCha' die unmißverständliche Antwort auf die alte Menschheitsfrage „Nacktfrosch im Hemde, was willst du in der Fremde?' feilzubieten: Sein! Rock, Punk, Jazz, Techno, Weltmusik, Avantgarde und Pop werden in linearer und paralleler Anordnung wiederum zu Pop als Gesamtkunst, das Lächeln, Brüllen, Münder aufmacht, flache Hände auf Schenkel und Köpfe gegen Wände schlägt.

Die Welt ist seine Auster, ihm soll nichts mangeln im Spannungs-, mehr noch Stimmungsfeld zwischen NOMEANSNO und PIZZICATO 5. Astrein kongenial produziert und arrangiert hat MARTIN BISI (MATERIAL, SONIC YOUTH u. a.) diese universelle Exorbitanz, gespielt haben - außer Meister SADATO selbst an diversen Instrumenten - Masaki Shimizu, Ryo Kato sowie Tatsuya Watanabe; Schall und Rauch, für mich. Was aber eigentlich piepegal ist, dreht sich hier doch im Wesentlichen eh alles ums Kollektiv und nicht um den guten Solisten, wiewohl auch der seinen Platz findet. Spritzig; ein Sektfrühstück für Blade Runner: Aber wer tut das schon?!



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aus Intro #44 (Mai 1997)
 
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