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The Shamen

»Hempton Manor«

[Virgin / VÖ: 02.10.1996 ]

Text: Autor unbekannt

Einst waren SHAMEN groß und mächtig. Sie waren Vorbilder und Idole in einer Zeit, als Techno noch um Anerkennung ringen mußte. Sie gehörten zu den ersten, die mit neuerer elektronischer Musik Chartplazierungen einheimsten und damit den Skeptikern die Argumente nahmen. In der Zwischenzeit hat sich der nachträglich zur Gruppe dazugestoßene Mr. C vollständig in dieser Scene etabliert, hat mit „Plink Plonk“ ein relativ anerkanntes Label laufen, doch THE SHAMEN ... Mit „Hempton Manor“ können sie nicht mehr das leisten, was ihnen mit „Pro>Gen“ oder „Ebeneezer Goode“ gelungen war. Als medienträchtige Vorreiter einer Bewegung taugen sie nicht mehr. Es war diese technoide Pop-Gesang-Mischung, die aus dem Einheitsbrei der Top 100 herausstach; heute ist es schwer, bahnbrechende Neuerungen durchzuführen, auch für Mr.

C und Colin Angus. „Hempton Manor“ ist ein sehr britisches Album, wie sollte es auch anders sein. Negativ ausgesprochen könnte man sagen, daß die Londoner Clubszene ihnen nicht gut getan hat. Drum’n’Bass soweit das Auge reicht, so vergeht die erste halbe Stunde. Innovationen werden durch innovativen Charakter zu Innovationen, nicht anders herum. Erst zum Ende des Albums hin kippt das musikalische Konzept ab in die bekannteren Trance-schamanistischen Pop-Gefilde. Vom technischen Stand gesehen, ist dieses Album sicherlich hochwertig, als SHAMEN-Album aber enttäuscht es.



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