BEWERTEN
 

Chris Burroughs

»Clutter«

[Blue Rose / RTD]

Text: Autor unbekannt

„Clutter“ - das ist herumliegendes Zeug, eine ungeordnete Ansammlung von Kram. Das ist in diesem Falle pures Understatement. Denn obschon CHRIS BURROUGHS ein Mann ist, der viel herumgekommen ist und auch viel Material angesammelt hat, enthält dieses neue Album doch eines bestimmt nicht: ungeordneten Kram. Mit dem sicheren Instinkt des langjährigen Profis pickt sich BURROUGHS die jeweils richtigen Zutaten für seine Songs heraus. Das fängt bei den Musikern an (darunter Winston Watson von BOB DYLAN und Joey Burns von GIANT SAND) und hört bei den jeweiligen Arrangements und der Wahl der Instrumente noch nicht auf. BURROUGHS bietet einen schönen Rundumschlag in Sachen amerikanischen Liedgutes, bei dem jeweils jeder Song seinen eigenen Charakter erhält.

Mal rockt es, mal gibt es Country, mal folkige Einlagen. Der Sound der Platte ist erfreulich rauh, und die liebevollen Zutaten - eine Mandoline hier, eine Fiddle da - machen Spaß beim Zuhören. Daß BURROUGHS als Songwriter ständig wächst und offensichtlich auch persönliche Erfahrungen in seine Songs einfließen läßt, wirkt sich auf deren Stimmung aus. Hier gibt es denn auch keine Heile-Welt-Belanglosigkeiten, sondern ans Herz gehende Minidramen, die kompetent an den Zuhörer herangetragen werden.



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