BEWERTEN
 

Kalte Farben

»Opium«

[Offbeat / SPV / VÖ: 15.07.1997 ]

Text: Autor unbekannt

Beginnt mit einer abgefahrenen Cybersoundcollage, in die sich langsam abstrakte Rhythmen hineinarbeiten, bis sich eine zerbrechlich wirkende Stimme durchsetzen kann, die die Realität entschwinden sieht („Reality Dust“). Doch mit dem Übergang zu „Overdrive“ ist es mit der relativen Ruhe vorbei, Ingo Beitz knallt uns nun die Sounds in waghalsigen Achterbahnfahrten um die Ohren, und zerbrechlich ist die Stimme auch nicht mehr, wenn in NINE INCH NAILS-Manier über Aggression, Drogen („Elesde“, „Opium“) oder die „Suckers“ im allgemeinen und besonderen abphilosophiert wird. Ständig werden dabei die Grenzen von hör- bzw. tanzbaren Sequenzen und brachialer Härte überschritten und so in Frage gestellt.

Brennend vor Sehnsucht (gerade bei „Flower Industry“) und doch eiskalt.



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