BEWERTEN
 

Hooverphonic

»A New Stereophonic Sound Spectacular«

[Columbia / Sony / VÖ: 15.04.1997 ]

Text: Autor unbekannt

Man mag das Wort „TripHop“ ja schon gar nicht mehr in den Mund nehmen - aber immerhin läßt sich damit die Richtung andeuten, in der das Projekt aus Belgien werkelt. Ein reines Studio-Kunstprodukt ist HOOVERPHONIC. Viel Zeit und Raum wird da eingebracht. Über langsamen Beats und gezogenen Bässen schweben ätherisch-lamentöse weibliche Vocals und weit entfernte, twangige Surf- und Country-Gitarren. Sparsame Samples nerven eher, als daß sie zum künstlerischen Gesamtkonzept beitragen. Die sakrale Atmosphäre schafft Distanz - so richtig warm wird man mit HOOVERPHONIC nicht. So schlimm wie bei TRICKY wird es wiederum nicht, denn alles in allem ist HOOVERPHONICs Konzept organischer.

Ein Track, „2 Wicky“, findet sich auch im neuen Bertolucci-Film - und das paßt. Denn HOOVERPHONICs Klangwolken haben etwas Marginales, Begleitendes. Irgendwie fehlt immer das Video zum Track. (Da kann man mal sehen, wohin wir heutzutage bereits gekommen sind!) Immerhin: Das Produkt hat internationales Flair und ist aufgrund seiner hübschen Melodik auch hinreichend zugänglich. So richtig innovativ und mitreißend kommt es aber nicht daher.



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