BEWERTEN
 

DJ Maxi Jazz And The Soul Food Café

»Original Groovejuice«

[Revco Rec. / AlterNation / IRS / VÖ: 04.11.1996 ]

Text: Autor unbekannt

So mancher kennt den Bristoler MC MAXI JAZZ noch von dessen frühen, von Kritikern lorbeergeschmückten Aktivitäten im Acid Jazz, ein Großteil hierzulande kennt ihn wahrscheinlich eher als charismatische Stimme des (übrigens auch live) schlaflosen FAITHLESS-Projektes eines gewissen Rollo. Mehr von dieser hypnotisierenden (Rap-) Stimme ist nun auf „Original Groovejuice“ zu hören. Doch auch die spielerische Klasse des SOUL FOOD CAFÉs sollte nicht außer Acht gelassen werden! Denn erst das Zusammenspiel der Liveband - ergänzt durch Turntable-Wizzard KEITH LAWRENCE sowie die bezaubernde Soulstimme MARY JOY - rundet MAXI JAZZ’ Reimfeuerwerk perfekt ab.

Was jedoch nicht ausschließt, daß dessen rauchig, heiser-klare Stimme ab und an auch mal klar dominieren darf (wundervoll düster und unheimlich auf der Literaturvertonung „Macbeth Act IV Scene II“). Ob hymnenhafte Soul-Grooves („Slow Down“), treibende Jazz-Stampfer (das rein instrumental gehaltene „Crumble“) oder verstärkt in den klassischen HipHop-Bereich tendierende Tracks (das funkige „Like A Sage“, das hart-hittende Oldschool-Monster „Grab The Mic“ oder das Saxophon-gestütze “SW2“): die „Original Groovejuice“ schmeckt immer funky-fruchtig-lecker und wird wohl dank ihrer konzentrierten Vitaminbasis aus sommerlichen Vibes („Summertime“) die Abwehrkräfte gegen billig-uninspirierten Wannabee-JazzHop à la JAZZKANTINE stärken! Dennoch: MAXI JAZZ’ Aufforderung „Take a look into my eyes“ auf dem quirligen Opener „Oh No Ya Don’t“ kann ich (leider) nur mit folgenden Worten beantworten: „Da sehe ich rot!“



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aus Intro #39 (November 1996)
 
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