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King Tubby

»Freedom Sounds In Dub«

Text: Autor unbekannt

Neueste Liebessdienste von Steve Barrow, dem „Blood & Fire“-A&R-Mann mit dem besten Reggae-Archiv Großbritanniens. „Freedom Sounds In Dub“ war die erste „Freedom Sounds“-Dub- Compilation auf Bertram Browns Label aus Greenwich Town, Western Kingston. In den 70er Jahren brachte Brown die lokale SOUL SYNDICATE-Gruppe mit mächtigen Roots-Sängern wie Prince Alla, Philip Taylor und Earl Zero zusammen. Die originalen Rhythmen wurden von TUBBY in seinem Studio gemixt, oft mit erstaunlichen Ergebnissen - der „Great Stone“-Dub mit seinen rollenden Drum-Tracks ist eine Vorahnung von Jungle. SCIENTIST guckte bei seinem Vater ab, wie man mit elektronischen Geräten umgeht, der verdiente nämlich sein Geld mit TV- und Radio-Reparaturen.

Steve Barrows ausführliche Texte zu „Dub In The Roots Tradition“ lassen SCIENTIST erzählen, wie der neugierige Junge das Vertrauen von KING TUBBY gewann, wie er neue Sounds austestete, am Mischpult herumbastelte - diese Aufnahmen stammen aus der zweiten Hälfte der Seventies und wurden ebenfalls in TUBBYs Studio gemixt. Die Echoeffekte und Basslinien, die SCIENTIST - er war erst 17, 18 Jahre alt und sein Produzent Errol „Don“ Mais auch nur zehn Jahre älter - hier im Vordergrund verwendet, sind ein Grundstein des Dancehall-Sounds. Wenn man sich zwischen beiden Werken entscheiden müßte, würde man in erster Instanz wohl mehr von SCIENTISTs „Roots Tradition“-Sammlung lernen, die schwierige Entscheidung fällt aber weg, denn es gibt eine limitierte Doppel-CD-Edition namens „Greenwich Farm Rub-A-Dub“ mit extra Fotoheft, das beschreibt, wie Barrow und Harding von „Blood And Fire“ es erlebten. Greenwich Farm übrigens ist für seinen Strand berühmt, an dem täglich frische Fische gefangen werden, und wer das Glück hatte, vor kurzem KING TUBBYs „Salty Dub“, von den F.S.K. SUNDAY SERVICE DJs zusammengemixt mit „Die Fische Kommen“, im Radio zu hören, wird sich auch darüber freuen können. Auch „Termination Dub“ führt in die zweite Hälfte der 70er Jahre, als sich KING TUBBY mit Material von GLEN BROWN, ursprünglich Vokalist und später Produzent (GREGORY ISAACS, U. ROY und I. ROY), befaßte. Mehrfach wurde er damals gebeten, neue 'Styles' von Songs mit Sylford Walker, Wayne Jarret, Richie McDonald und Glenroy Richards zu mischen. Hier geht es - wie so oft bei „B&F“ - nicht nur um wertvolle Raritäten (BROWNs „Pantomime“ und „South East Music“-Labels preßten nur geringe Mengen), sondern auch um warme, tiefe Dub-Töne, die jeden durch einen harten Winter bringen können.



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