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Dan Kilber

»Haunted«

[Blue Rose / RTD]

Text: Autor unbekannt

DAN KILBER ist ein von „Kritikern hochgelobter Songwriter“ aus den USA. Vollkommen unbekannt also. Zu Unrecht. Denn KILBER präsentiert mit seinem Solo-Debüt (früher spielte er in einer Band namens EL KABONG) die klassische Amerikana-Platte schlechthin. Der Mann aus Pennsylvania bedient sich hierbei aller Klischees, die das große weite Land zu bieten hat, und veredelt sie durch einige leckere Zutaten, die das Hören äußerst angenehm machen. Da sind vor allem schön knarzige, laute, rauhe Gitarren. Das geht dann eher in Richtung KEVIN SALEM als z. B. BRUCE. Rhythmus ist wichtig bei Dan, und so finden sich erfreulich viele Uptempo-Nummern auf der Scheibe.

Aber auch Balladen bietet der Mann - ungewöhnlich, weil mit Synthesizern verziert. Und dann gibt es noch jenen typisch amerikanischen Harmoniegesang, der immer gutgemacht von gutgemeint unterscheidet. Positiv ist auch, daß „Haunted“ - wie im Titel angedeutet - ein wenig düster ist und dennoch einen gewissen Pop-Touch nicht verleugnet. KILBER schafft es, die Balance zwischen Glaubwürdigkeit und Zugänglichkeit zu halten. Für Freunde des „wahren Amerika“ (also Hitchhiker, nicht Pauschaltouristen) genau das Richtige.



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aus Intro #39 (November 1996)
 
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