BEWERTEN
 

Fluffy

»Black Cat«

[Virgin]

Text: Autor unbekannt

Ein verwirrender Bandname, denn flauschig ist das, was Amanda Rootes und ihre drei Mitstreiterinnen uns da bieten, nun wirklich nicht. Bei einem ihrer ersten Auftritte brachten sie die Verstärker zum Durchnkallen. Und so klingt auch ihre Debüt-CD. Mit der Zielrichtung STOOGES oder SEX PISTOLS marschieren die Mädels aus London durch ihre düsteren Dramen um sexuelle Abhängigkeiten und Beziehungs-Extreme aller Art. Wut und Resignation halten sich hierbei die Waage - wie im richtigen Leben also. Das macht FLUFFY auf Anhieb sympathisch. Hier gibt’s keine Agitation, sondern selbstbewußte Reflektionen mit brutaler Deutlichkeit. Gefangene werden hierbei auch musikalisch nicht gemacht.

Die Songs sind straight, eingängig und simpel. So entwickelt sich praktisch jeder Track um einen einzigen, grandiosen Riff. Der treibende Rhyhtmus lädt zum Abtanzen ein, und die Melodien bleiben sofort hängen. Musikalische Virtuosität sucht man genauso vergeblich wie glattpeputzte Arrangements. Das ist simpler, ehrlicher Rock mit jeder Menge Power und Chuzpe. Was will man mehr?



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