BEWERTEN
 

Deborah Curtis

»Aus der Ferne ... Ian Curtis und Joy Division«

[Die Gestalten Verlag, ISBN 3-931126-02-1, 214 S., 17 Fotos, DM 24,80]

Text: Autor unbekannt

Über JOY DIVISION oder ihren Kopf und Sänger Ian Curtis in dieser Postille noch großartig viele Wörter zu verlieren hieße, eine Ananasfarm in Alaska zu gründen.
Knapp 15 Jahren vor Grunge-King Kurt setzte auch Ian seinem Leben ein selbstgewähltes Ende: Er erhängte sich (über dem heimatlichen Küchentisch, wie man sich erzählt). Klarheit in die Geschichte meines Idols zu bringen verspricht diese Biographie - verfaßt von einer Person, die wissen muß, wie’s war, von seiner Frau -, braucht dafür jedoch geraume Zeit. Zu konvus und chaotisch stürzt sich Deborah Curtis in die Lebensgeschichte ihres Mannes. Erst mit der Wiedergabe der Ereignisse und der Szene in Manchester wird das Buch wirklich interessant: Nachdem man sich im Dickicht von unbekannten Namen beinahe verloren hatte, stößt man nun zunehmend auch auf bekannte Personen.

Also einfach weiterlesen.
Absolut lesenswert macht das Buch allein der Abdruck aller Texte von Ian/JOY DIVISION. Alle Wörter, die ich beim Zuhören bisher nur zu erkennen meinte, hier finde ich sie schwarz auf weiß. Das macht Dich unsterblich für mich, Ian, denn in meinen Augen warst Du ein wahrer Poet.



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aus Intro #38 (Oktober 1996)
 
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