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Placebo

»Placebo«

[Hut Recordings / Virgin / VÖ: 07.08.2007 ]

Text: Autor unbekannt

Indie poppt England ganz gewaltig von hinten. Ständig neue, hoffnungsvolle Bands von der Insel, die das große aufkommende Ding, die Neudefinition der Musik für die nächste 'NME'- und 'Melody Maker'-Ausgabe sind. Oder mit viel Glück auch für die nächsten beiden. In keinem anderen Land wird so über den Klee gehypt wie dort. Schade nur für die Bands, weil die Trends sich dort wöchentlich ablösen. Wäre schade, wenn es auch PLACEBO so gehen würde, denn sie haben die Indiepop-Szene zwar nicht neu gedacht, aber schon hinhörenswürdige Songs geschaffen, die man nicht wie einen alten, ausgekauten Kaugummi ausspuckt, sondern die auch bei späterem, wiederholtem Hören ihren Spirit behalten.

Das Trio, bestehend aus Brian Molko (Gitarre und wunderschön verquere Stimme), Stefan Olsdal (Bass) und Robert Schulzenbach (Drums), hat tatsächlich in nur sechs Monaten ihr eigenes Label, 'Elevator Music', gegründet, einen Deal mit 'Hut Recordings', wo auch die SMASHING PUMPKINS beheimatet sind, abgeschlossen, ihr Debüt 'Placebo' dort herausgebracht und sich damit in die Medien gepusht. Wenn das nicht gottgegeben ist. Und das Album wirkt wie das Antidot zu oben erwähntem Trend aus Schnelligkeit und Vergehen, von heute doch und morgen doch nicht, klingt entspannend zu dieser ganzen erstarrten Hype-Machine. Außerdem hat das Album Brad Wood produziert, eines der Gründungsmitglieder von TORTOISE. Alles klar?



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