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BOB MOULD

»Bob Mould«

[Sony / VÖ: 25.07.2005 ]

Text: Autor unbekannt

Remember? „1991 - The Year That Punk Broke'? - Da stapfte der gute Bob beim legendären Kölner Tanzbrunnenfestival lediglich in Begleitung eines unscheinbaren Gitarrenkoffers auf die Bühne, packte seine Halbakustische aus und schmetterte der verdutzten Menge Tearjerker wie „Hardly Getting Over It' mit solcher Inbrunst entgegen, daß ich kurz davor stand, Rotz und Wasser zu heulen. In den Jahren, die folgten, begab er sich mit zwei neuen Mitstreitern auf wesentlich kalorienreichere, voluminösere Pfade, bis uns die Nachricht einer vermeintlichen Zuckerkrankheit ereilte, die dem Ganzen ein jähes Ende bereitete. Daß sich BOB MOULD inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung befindet, belegt dieses Soloalbum auf eindrucksvolle Weise.

Songs wie „Fort Knox, King Solomon' oder „Roll Over & Die' besitzen immer noch jenen hymnischen Sturm und Drang-Charakter, der MOULDs Kompositionen schon zu HÜSKER DÜ-Zeiten unsterblich machte, und wie gewohnt wechseln ruhige, akustische Parts mit glühenden Gitarrenströmen. Allerdings wirkt das meiste wesentlich ausgeglichener, optimistischer als auf früheren Solowerken wie dem düster-introvertierten „Black Sheets Of Rain'-Album, doch auch MOULDs zeitweilige Pop-Begeisterung scheint hier glücklicherweise eine eher untergeordnete Rolle zu spielen. Statt dessen überzeugt der Altmeister mit energischen, kraftvollen Powertunes, die fast schon wie das fehlende Glied zwischen „Candy Apple Grey' und „Warehouse' anmuten und mir den Glauben an Post-Punk made in Minneapolis wieder zurückgeben. The legend returns - SUGARfree!



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