BEWERTEN
 

DAVID MUNYON

»Acrylyc Teepee«

[Glitterhouse / EFA]

Text: Autor unbekannt

DAVID MUNYON ist ein strammer mittvierziger Vietnamveteran, der seit ca. 20 Jahren mehr oder minder unbeachtet durch die USA tingelt und von einem riesigen Stapel selbstgeschriebener Songs zehrt. Vorbilder sind TOWNES VAN ZANDT oder LEE CLAYTON, und in die Richtung geht es auch. Er murmelt wie Townes und instrumentiert wie Lee. Das macht aber nix, denn seine Songs haben es in sich. Sie strahlen - angesichts seiner Situation wenig verwunderlich - jene resignative Melancholie aus, die es schon mal in der Seele des sensitiven Liedermachers hat. Und so einer ist er nun mal. Mit zerbrechlicher Stimme schildert er Stories, in denen man sich als Zuhörer nicht unbedingt wiederfindet, doch gleich heimisch fühlt.

Ohne Schnörkel hakt er eine zerplatzte amerikanische Traumseifenblase nach der anderen ab. Ob es da nun um verflossene Autolieben oder die harsche Unfreundlichkeit des Musikantenlebens geht. Und weil es eben erlebte Sachen sind, kommt’s vollkommen unsentimental und glaubhaft daher. MUNYON präsentiert somit klassisches Songwriting der effektivsten Art.



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aus Intro #34 (Mai 1996)
 
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