BEWERTEN
 

Prong

»Rude Awakening«

[Epic / Sony / VÖ: 12.03.2001 ]

Text: Autor unbekannt

Bereits Mitte März sollte dieses Album in den Läden stehen, aber wie so oft wurde der Veröffentlichungstermin auch bei 'Rude Awakening' mehrmals verschoben, so daß echte PRONG-Fans nun schon kribbelige Hände haben dürften, dieses Teil endlich in die Finger zu bekommen. Grund für den späteren Release war die Tatsache, daß andere hochkarätige Scheiben dieses Genres etwa im gleichen Zeitraum zur Veröffentlichung anstanden. Schon beim ersten Hören dieser Scheibe gewinne ich den Eindruck, das Material bereits zu kennen, gleicht das Strickmuster von Stücken wie 'Controller' oder 'Rude Awakening' doch exakt dem des Vorgänger-Albums 'Cleansing'. Und auch von der Produktionsseite her gehen ebenfalls keine neuen Impulse aus.

'Never change a winning team', so könnte das Motto für diese Herangehensweise lauten, denn wie zuvor saß kein geringerer als Terry Date an den Reglern. Die Produktion ist ohne Wenn und Aber eine Klasse für sich, aber die von PRONG gewohnten Innovationen bleiben diesmal auf der Strecke. Mit dem neuen Material verhält es sich in etwa ebenso. Während die ersten vier Stücke noch das nötige Feuer besitzen und einigermaßen abwechslungsreich daherkommen, fängt 'Rude Awakening' mit jedem weiteren Stück zunehmend an zu nerven. Die Stücke erlangen nicht die gewohnte Qualität und erscheinen austauschbar. Es groovt zwar mächtig, die entscheidenden Breaks und Hooklines bleiben jedoch aus. Es mag sein, daß ich die Philosophie dieser Platte nicht verstehe, aber nach mehr als 20 (!) Hördurchgängen erscheint mir das Ergebnis doch ein wenig mager.



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