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Sally Doherty

»Sally Doherty«

[Drag & Drop Elves / RTD / VÖ: 23.09.2007 ]

Text: Autor unbekannt

Langsam wird das Konzept des Labels, das sich der Verehrung schöner Frauenstimmen verschrieben hat, greifbar. Mit dem Debüt von SALLY DOHERTY aus Sheffield gibt es wieder ein beeidruckendes Beispiel für die Qualität aus dem Hause „Elves'. Sallys Musik sprengt jedweden faßbaren Rahmen. Abgesehen vom Gebrauch gängiger rhythmischer Strukturen gibt es so ziemlich alles, was einen aufgeschlossenen Musikfreund begeistert: Minimal-Music, Folk, Jazz, Soundscapes, 12-Ton (ja, ja: aufgeschlossen!), Pop, Chanson etc. etc. etc. Eine Unzahl verschiedener Instrumente, vom Cello übers Akkordeon bis zum Saxophon, dienen der Erzeugung unterschiedlichster Atmosphären.

Doch das musikalische Geplänkel - so interessant es auch sein mag - ist nur ein sanftes Ruhekissen für Sallys ausdrucksstarke Stimme. In der Klangfarbe an Katharina Franke erinnernd, nutzt Sally ihre Gesangskunst, um uns Geschichten zu erzählen - teilweise auch ohne Worte. Mal hält sie Zwiesprache mit ein paar Bongos, mal gibt es Choräle, mal expressionistische Lautmalerei. Daß das alles höchst stilsicher und selbstbewußt daherkommt, schadet ja nicht. Man muß sich Zeit nehmen für diese Musik - das ist nichts für den schnellen Konsum zwischendurch. Ergo ist die fragile Schönheit dieses Werkes und seine beeindruckende Vielfältigkeit auch eher was für feinsinnige Schöngeister denn für die Freunde des straßenstaubhaltigen Spontanen, aber für die gibt´s ja eh mehr als genug.



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