Mary Reilly
»USA 1995«
[R: Stephen Frears; D: Julia Roberts, John Malkovich, Glenn Close]
Text: Autor unbekannt
Es ist wohl früher Morgen, als das Dienstmädchen Mary Reilly (Julia Roberts) die Treppe vor dem Haus des Dr. Jekyll (John Malkovich) putzt, doch sicher sein kann man sich da nicht. Die Dunkelheit hat in diesem London auch den Tag erobert und die Stadt in eine ewige Nacht getaucht. Mary glaubt einen Ort gefunden zu haben, der ihr Schutz bietet vor der Finsternis da draußen, doch keine Hoffnung könnte trügerischer sein ...
In Stephen Frears neuem Film scheint sich das Kino mit seinen eigenen Mitteln zu bekämpfen, um etwas vollkommen Neues zu schaffen. Eigentlich sollte im Kino das Licht die Leinwand beherrschen, doch das Licht hat hier keine Chance.
Keine Frage: ”Mary Reilly” wird die Zuschauer in zwei Lager spalten. Zwischen totaler Ablehnung und vollkommener Begeisterung läßt Frears’ düsteres Horror-Drama nicht viel Platz. Doch das ist in Zeiten allgemeiner Mittelmäßigkeit in jedem Fall eine Leistung, für die man dem Regisseur nicht dankbar genug sein kann.
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