BEWERTEN
 

Unrast-Kollektiv (Hg.)

»Freiheit gestreift - Texte gegen den Knast«

[Unrast Verlag, ISBN 3-928300-24-5, 194 Seiten, DM 24,80]

Text: Autor unbekannt

\"Es ist still geworden um den Knast. Das System des Strafens wird in den 90ern nicht mehr grundsätzlich in Frage gestellt oder thematisiert.\" Diese Friedhofsruhe zu stören, hat sich das Unrast-Kollektiv mit seinem Band \"Freiheit gestreift\" vorgenommen.
In seinem Einleitungsessay fordert Gerald Grüneklee, der Kampf gegen politische Unterdrückung solle sich nicht allein auf psychische Zwangsmittel konzentrieren, sondern vor allem die verborgene, geräuschlose, dynamische, öffentlich kaum wahrnehmbare Disziplinierung des täglichen Lebens behandeln. Ausführlich beschreibt Franz R. Niemeyer den Verlauf des Aufstands in der Justizvollzugsanstalt Hamburg-Fuhlsbüttel (Santa Fu) im Mai 1990.

In einem Interview berichtet ein Gefangener über Homosexualität, Arbeit und Drogenkonsum hinter Gittern: \"... auf Tabletten und die anderen Drogen bin ich erst im Knast gekommen. Ich kannte nur Alk und Hasch.\"



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aus Intro #34 (Mai 1996)
 
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