BEWERTEN
 

Motorpsycho

»The Nerve Tattoo - EP«

[Stickman / Indigo / VÖ: 29.03.1996 ]

Text: Autor unbekannt

Ein schöner Nachschlag, ganz in der Tradition früherer EPs des norwegischen Trios. Einerseits geht mit einem überarbeiteten Mix des Titelsongs ein perfekter Popsong an den Start, hymnengleich mit Gong eingeleitet. Am anderen Ende der Skala steht eine siebenminütige Akustikversion von 'The Wheel', in der Gebhardt beweisen darf, daß er super Banjo spielen kann. Die Begeisterung für derlei mehr Sounds trieb die Band dazu, den gesamten Rest des insgesamt 20minütigen Outputs in warme Decken gewickelt bei Kakao abzumischen, damit es Hausstauballergikern vor Flauschigkeit richtig Angst und Bange wird. 'Of Beacons And Beams', komplett aus Gebhardts Feder, ist der leicht modrige Soundtrack zu tschechischen Cartoons, in denen tote Lokführer zu Grabe getragen werden.

Bei 'Pale Day', beigesteuert von Helge Sten (MOTORPSYCHO war und ist eine große Familie), versinkt die tote Sonne ein letztes Mal ... hui! Zum Glück steht am Ende 'Mad Sun', ein von DEATHPROD akurat-rabiat gemixtes Schlagerfragment, das mich vor mehreren Schnupfenanfällen rettete.



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