BEWERTEN
 

Party Diktator

»Dive-Bomb«

[Roadrunner / IRS]

Text: Autor unbekannt

Diktaturen sind, um das mal vorweg zu sagen, immer schon pauschal scheiße und völlig nicht pc und damit verurteilungswürdig. Wenn es sich aber, wie in diesem Fall, um einen aufgedrückten Zwang zur Party handelt, kann man ja noch mal mit sich reden lassen. Unsere Party-Chunta kommt auch nicht, wie vielleicht erwartet, aus einem musikalischen Drittwelt-Land (oder doch?), sondern aus deutschem Hause. Aus Bremen nämlich, das so langsam, aber sicher Hannover den Status der Hardcore-Hauptstadt abringt, mit vielen (hallo Majors) ungesignten Bands wie zum Bleistift SPLITTER (nein, nicht die mit dem monstermäßigen Löwenandrogyn-mit-Bandnamen-auf-der-Stirn-Cover).

Aber zurück zu guter Musik dank Waffengewalt. Die Tanzkapelle, um die es hier geht, brachte bereits den guten John Peel auf seine alten Tage und das amphetaminisierte Reptilien-Label ganz aus dem Häuschen und hat sich mit der Wahl des Labels wohl auch endgültig den Weg zum Erfolg in der großen, schnellen, weiten und schrill glitzernden Welt geebnet. Warum auch nicht? Verdient haben sie es allemal, da sich ihr Sound irre um einen Killergroove wickelt, der Dich, einmal gepackt, ordentlich durchschüttelt und anschließend kopfüber von der Decke baumeln läßt. Gibt wohl keinen besseren Ausdruck als den ganz platt aus dem Info abgeschriebenen, „Hardcore Groovenoise', um das lebensspendende Todesgebräu zu umschreiben. Wünsche Euch viel Glück, Geld und Sonnenschein in der großen, weiten Welt.



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