BEWERTEN
 

Skin

»Lucky«

[Parlophone]

Text: Autor unbekannt

Weia! Das ist ja Rockmusik! Wie aus dem Bilderbuch! Wann und wo leben wir eigentlich? Nun gut, das erste Stück mag ja noch ordentlich an die Eier packen. Die dengelige Hookline geht schon in Ordnung. Aber diese vocals! Besitzt der Sangesmann ein Surfbrett? Ein Motorrad wenigstens? Wenn nicht - sofort kaufen. Solches Geshoute macht nur bei Tempo 200 halbwegs Bock, wenn man, auf selbigem sitzend, harmlose Autofahrer gegen die Leitplanken drückt, besoffen, versteht sich. Ersatzweise genügt auch irgendeine andere Beschäftigung, muß nur passend heroisch sein und das Biertrinken als gern wahrgenommene Pflicht beinhalten, sonst machen Hymnen schließlich überhaupt keinen Sinn.

SKIN mit mangelnder Originalität beikommen zu wollen, macht wohl nicht schlankesten Fuß. Spannend soll der Krams eigentlich auch gar nicht sein. Spaß machen soll er vielmehr, anregen, energetisieren, den Hörer durch rasche Mitsingmöglichkeit ruhig stellen. Auch wenn man diese Gesetze für den Augenblick zugrunde legt: Die Platte kann nicht am Ohr. Die Mucke törnt nicht die Bohne, ist laff und luschig. Schon wieder einer der Fürze, die zwar laut knallen, aber gar nicht richtig nach Schwefel stinken.



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