BEWERTEN
 

HONEYCRACK

»Prozaic«

[Sony]

Text: Autor unbekannt

HONEYCRACK kennt in UK bereits jeder. Was auf dem schnellebigen Inselchen zunächst mal nix zu bedeuten hat. Aus den THE WILDHEARTS hervorgegangen, führt das Projekt um CJ und Willie Downing deren Weg fort. Hier gibt es im Prinzip Ami-Punk (das meint: schnell, hart, laut, aber diszipliniert) mit Brit-Pop-Accessoires (das meint: viele La-La-Refrains, typische Anglo-Riffs und der Sinn fürs Komische). Die Darbietungsweise ist hektisch: Gegenläufige Gitarrenriffs treffen auf ausgefeilten Harmoniegesang, alles schnell, fieberhaft und fetzig dargeboten. Was natürlich auf die Dauer nervt. Und sooo toll sind die Melodien der Jungs denn auch nicht, insbesondere bezüglich des Song-Aufbaus ähnelt sich doch vieles.

Wären HONEYCRACK hier und da ein wenig auf die Bremse getreten und hätten sie die freigesetzte Energie in ein paar musikalische Ideen - oder zumindest abwechslungsreichere Arrangements - umgesetzt, wäre das Album alles in allem interessanter geworden. Andererseits hätte es auch gefälliger, poppiger geklungen, und das ist wohl etwas, wohin die Band nicht gerade möchte. Also: Brit-Punk-Pop der erträglichen, wenn nicht eben überragenden Art.



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