BEWERTEN
 

Serpent

»In The Garden Of Serpent«

[Radium / Intercord / VÖ: 15.09.2006 ]

Text: Autor unbekannt

Es gibt Stilformen der Musik, die einfach in jede Jahreszeit passen. Zeitlose Relikte, die den Geneigten nicht nur über einen Sommer oder einen Winter hinweg begleiten, sondern auch nach Jahren frisch wie eh und je klingen können. Doomrock ist für mich eine dieser Stilarten, auch wenn man vermuten mag, daß die transportierte Düsternis und Schwere eher in den Zeitraum zwischen Oktober und Februar paßt. SERPENT formierten sich 1993 um den ehemaligen ENTOMED-Bassisten Lars Rosenberg und die THERION-Mitglieder Andreas Wahl (g.) und Piotr Wawrzeniuk (v./d.). Es folgte eine Reihe von Besetzungswechseln, bei denen Andreas Wahl durch Ulf Samuelson ersetzt wurde.

Weitere Verstärkung fand die Band in Per Karlson, der sich fortan um das Drumming kümmerte und somit Piotr ermöglichte, sich nur noch auf den Gesang zu konzentrieren. Das erste Dokument ihres Schaffens, „In The Garden Of Serpent', wurde bereits vor Karlsons Einstieg fertiggestellt und zeigt die Band sehr nahe am Sound der Gottväter des Dooms. Seitens der Band wird als maßgeblicher Einfluß THE OBSESSED genannt, obwohl man auch eine gewisse Nähe zu MOTÖRHEAD spürt, die gerade dann rüberkommt, wenn SERPENT den ultra-heavy-slow-dive einmal verlassen. Daß die Jungs ihr Handwerk verstehen, verdeutlichen sie auf den zehn Tracks dieses Albums, welches gerade dann seine stärksten Momente hat, wenn sich der mächtige Sound in eine der Hooklines hebt. Freunde genannter Einflußsphären sollten ruhig einmal die Lauscher für diese Scheibe aufstellen, denn enttäuscht werden sie hier sicherlich nicht.



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