BEWERTEN
 

S.F.A.

»Solace«

[We Bite Rec. / SPV]

Text: Autor unbekannt

Wie ein guter Koch, der seine Zutaten vor dem Zubereiten sorgfältig auswählt, sind S.F.A. vor den Studiosessions zu ihrem neuen Werk vermutlich durch die CD Läden New Yorks getigert und haben sich Platten von THE CLASH, PARADISE LOST, YUPPISIDE, METALLICA, NIRVANA („No more NIRVANA (...), I send you back to hell, to hell where you belong, I’m glad I blew your brain out, I’m glad I took your life') und THE EXPLOITED gekauft, aber bitte geschnitten und nicht am Stück, da sie sich so unauffälliger einbauen lassen, haben sich derart vorbereitet eingeschlossen und nun das erste wirklich „Dicke Ding' des Jahres aufgenommen. Die Platte überzeugt schon allein dadurch, daß sie keine stumpfe Hardcore-Knüppel-Platte ist, sondern verschiedene Metal-Stilrichtungen miteinander verknüpft.

Es gibt keinen Song ohne Stilwechsel oder überraschende Breaks, dadurch beweisen SFA einmal mehr ihre Klasse und verweisen Sell-out-Bands à la PITTBULL in ihre Schranken. Wie jeder gute Koch (um bei diesem Bild zu bleiben) verstehen es S.F.A., nicht wie Rezept- bzw. Musikdiebe dazustehen, sondern den vorzüglichen Zutaten ihre ganz persönliche Note zu verleihen - schon oft gehört, aber noch nie dagewesen, oder so. Erhältlich ist das ganze Menü übrigens auch als LP und wird garniert mit drei verschiedenen Covern gereicht. Mein English-English Dictionary umschreibt „Solace' mit „I’m afraid he took his solace in drink (= drank alcohol to comfort hinself)', hmmm ..., setzt für Koch einfach Bierbrauer ein, okay?



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