BEWERTEN
 

Twice A Man

»Instru Mental«

[Yello / Indigo / VÖ: 19.02.1996 ]

Text: Autor unbekannt

Dreschflegelromantik auf der Tastatur des Elektroniums - TWICE A MAN auf den Pfaden computergesteuerter Him-melsmusik. Interaktives Verhalten beweist die neue CD durch das erste Stück, ein CD-ROM-Track (für PC und MAC) zur Geschichte des Duos seit 1981. Neun Stücke von verschiedenen früheren Alben, Ballett- und Filmmusik, die in bekannten Mustern abläuft. Hier ein breit gefä-chertes Sphä-renfeld, dort eine meerumschlungene Schmal-toninsel ('Eastern Seaboard'). So oder ähnlich schon oft gehört und oft belächelt, weil fast immer der Schritt des Außergewöhnlichen fehlt, die über-raschende Wende zum Einmaligen. Mit 'Ocean' beweisen Dan Söder-qvist und Karl Gasleben, daß durchaus computergeborene Highlights entstehen können.

Und das liegt interessanterweise daran, daß zu-sätzlich eine Violine eingesetzt wird, die dem Sound des Films 'Sommaren' den Kick zum Unverwechselbaren gibt. 'Insect Factory' besteht aus harmlosen Synthi-Spielereien und könnte dem schnellen Vergessen geopfert werden, wäre da nicht die anklagende Vokalse-quenz. Ihre Intention, Mühsal hörbar zu machen, wird voll erfüllt. Die maschinenunterstützte Lärmreise-Compilation aus fünf Jahren TWICE A MAN-Musik, angestoßen durch einen leidensvollen Monoto-nieablauf, endet in einer Umgebung aus Wohlklang und Zufrieden-heit.



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