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Varga

»Oxygen«

[BMG Ariola / VÖ: 27.08.1996 ]

Text: Autor unbekannt

Daß VARGA neben FAITH NO MORE zu den wenigen Bands gehören, die ihr Verständnis für moderne Musik in ein ihnen eigenes Gewand zu verpacken mögen, haben sie bereits auf ihrem ‘93er Debüt „Prototype' bewiesen. Zwar haben die Kanadier mit den Jungs um Mike Patton eher wenig zu tun, bedienen sich aber ebenso aller erdenklichen Stilmittel, um diese effizient in ihre Kompositionen einfließen zu lassen. Technische Spielereien spielen dabei eine ebenso große Rolle wie musikalische Virtuosität. Nachdem ihr Debüt durch großartige Hooklines bestach, verlegt sich das Quartett diesmal eher auf komplexere Strukturen. Zeitweilig scheint sich die Band dabei ein wenig zu verzetteln, denn Stücke wie „The Passage' oder „So Real' zünden nicht sofort beim ersten Hördurchlauf, gerade den schnellen Konsum scheint die Band aber auch nicht anzustreben, deshalb sollte man diese Songs mehrmals einwirken lassen.

Gegensätzlich verhalten sich die Opener „Healer' und „Needlestack'. Höhepunkt des Albums ist das mit laszivem Bargroove ausgestattete „Skeletons', welches die kreativen Möglichkeiten dieser Band deutlich aufzeigt. VARGA in irgendeine Kategorie einzuordnen, ist nahezu unmöglich. Industrial-, Metal-, Funk- und Jazzelemente ergeben vermischt ein ausgewogenes Verhältnis und lassen alles andere als Langeweile aufkommen. „Oxygen' ist keinesfalls der Stein der Weisen im Bereich moderner Rockmusik, aber ein gelungenes Album.



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