BEWERTEN
 

Herbie Hancock

»The New Standard«

[Verve / Motor / VÖ: 20.09.2005 ]

Text: Autor unbekannt

Spätestens, seitdem US3 die HANCOCK-Komposition 'Cantaloupe Island' gesampled in die Charts hievte und die TV-Talkshow WILLEMSENS WOCHE das gleiche Stück zum Sendetitel erkor, kennt jeder den versierten Tastenmagier. Der letztjährige Auftritt beim Festival in Moers geriet bei den genannten Voraussetzungen zum absoluten Publikumsrenner. Abseits jeder Mode spielte HANCOCK - weit entfernt von seinen technischen 'Rock It'-Spielereien - klassische Standards am Piano und in intimer Triobesetzung. Puristisch sicherlich nicht jedermanns Sache, aber jenseits jeglicher 'Take Five'-Peinlichkeit. Nach dem 'Dis Is Da Drum'-HipHop-Album spielt der Meister nun neue Standards ein: Grundlage dieses Albums sind Popstücke u.

a. von PETER GABRIEL ('Mercy Street'), SADE ('Love Is Stronger Than Pride'), PRINCE ('Thieves In The Temple') und KURT COBAIN ('All Apologies'). Was sich fürchterlich liest, hört sich aber wunderbar an: HANCOCK verlegt sich nämlich nicht darauf, die 'Hooklines' der Stücke nachzuspielen, er setzt ihnen statt dessen seinen Jazz-Ansatz entgegen. Fast nebensächlich erscheint dabei noch die Information, daß ihm dabei ein Staraufgebot von Musikern (u. a. Michael Brecker, Jack DeJohnette, John Scoefield) behilflich ist. Meisterlich!



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